Abwicklung eines Immobilenverkaufs in Slowenien?

Abwicklung eines Immobilenverkaufs in Slowenien?

Sie haben eine perfekte Immobilie in Slowenien gefunden? Was nun? Im Folgenden werden wir die Abwicklung des Immobilienverkaufs/Immobilieneinkaufs in Slowenien näher erortern, insbesondere wie Immobiliendaten eigeholt werden, wie die Steuerbelastung berechnet wird und wie der Erwerb einer Immobile dann finalisiert wird.

Der erste Schritt ist sicherlich die Daten der bezüglichen Immobilie im Grundbuch zu überprüfen und die Lage der Immobilie im Grundbuch zu bewerten. An dieser Stelle wird schnell ersichtlich wer der Eigentümer der Immobilie ist, ob die Immobilie mit einer Hypothek belastet ist, ob irgendwelche Grunddienstbarkeiten eingetragen sind oder ob Gerichtsverfahren zur Immobilie anhängig sind. Den Grundbuchsauszug kann man über die E-sodstvo Webseite einholen. Die Registrierung ist aber kompliziert und mit Angaben von verschiedlichen persönlichen Daten verbunden. Der Grundbuchsauszug wird aber nur in slowenisch ausgegeben, genauso wie die Registrierung. Ein guter professioneller Rat von einer Imobilienfirma oder einenmRechtsanwalt ist zu diesem Zeitpunkt ratsam.

Wenn dieser erste Schritt gut überlegt getan ist, wird zuerst bei der zuständigen Gemeinde (da wo die Immobilie liegt) ein Antrag zur Erstellung der Immobilenwidmung beantragt. Diese Widmung ist aber bei Immobilen, die ein Teil des Gebäudes in Stockwerkseingentum sind (z.B bei einer Wohnung), nicht unbedingt nötig. Diese Widmung ist aber bei anderen Immobilen z.B. Grundstücken und landwirtschaftlichen genützten Flächen nicht nur zwingend zur Geschäftsabwicklung, sondern enthält diese Widmung eine ausführliche Information wie dieses Grundstück genutzt werden kann und zwar ob es überhaupt bebaut werden kann und unter welchen Bedingungen oder wenn es einen speziellen landwirtschaftlich Zweck – z. B. Acker dient.

Nachdem diese Daten gesammelt und überprüft sind, kann ein Vertag zu stande kommen. Die Parteien müssen sich aber bei dem wichtichsten Punkten des Vertages einig sein. Der Vertrag muss nicht nur die Daten der Vertagsparteien, die Daten zur der verkauften Immobilie, den Verkaufspreis, die Zahlungsart, sondern auch etwaige Hypotheken und andere Belastungen der Immobilie und eine Grundbuchsklausel, mit der der neue Eigentümer in dem Grundbuch eingetragen wird, beinhalten. Vor der Unterschrift muss dem Käufer ein Energieausweis, mit der die Energieeffizient nachgewissen wird, ausgehändigt werden.

Bei Neubauten wird 22 % Mehrwertsteuer berechnet. Der Steuerverpflichtende ist der Verkäufer. Die nidrige 9,5 % Mehrwertsteuer gilt für Wohnungsimmobilen und zwar für Wohnungen bis zu 120 m2 und für Einfamilienhäuser bis zu 250 m2 der Nutzungsfläche. Die Nutzungsfläche wird als eine Summe der Wohnräume zusammenberechnet. Die Steuerbemessungsgrundlage ist der Verkaufspreis der Immobilie. Bei sogenannten „Altimmobilien“ unterliegt man der Grunderwerbsteuer. Die Grunderwerbsteuer wird nur dann berechnet, wenn keine Mehrwertsteuer berechnet wird. Der Steuersatz beträgt 2 %, die Steuerbemessungsgrundlage ist wieder der Verkaufspreis. Zusätzlich zur Grunderwerbsteuer wird die Einkommensteuer vom Kapitalgewinn von Immobilen (die Differenz zwischen den Kauf- und Veräußerungspreis) bemessen. Der Steuersatz beträgt 25 %, wenn die Immobilie in den ersten fünf Jahren nach dem Erwerb wieder veräußert worden ist. Dieser Steuersatz wird herabgesetzt und zwar nach jeder 5 jährigen Vollendung des Eigentumserwerbes (nach fünf Jahren beträgt der Steuersatz 15 %, nach zehn Jahren 10 % und nach fünfzehn Jahren 5 %, nach 20 Jahren wird dieses Steuer nicht bemessen).

Der Verkäufer muss binnen 15 Tagen nach dem Abschluss des Verkaufsvertrages die Grunderwerbsteuer der zuständigen Finanzbehörde anmelden. Die Steuer muss binnen 30 Tagen nach Erhalt des Bemessungsbescheides gezahlt werden. Die Steuerbehörde bestätigt die Einzahlung der Steuer mit einem Stempel an dem Verkaufsvertrag. Diese Ausfertigung des Vertrages ist auch diejenige, die beim Notar zur Beglaubigung der Unterschrift des Verkäufers benutzt wird. Die Beglaubigung der Unterschrift des Verkäufers ist die Voraussetzung für die Eintragung im Grundbuch.

Nach der Einzahlung der Steuer, wird die Unterschrift des Verkäufers am Verkaufsvertrag notariell beglaubigt. Wenn die Grundbuchsklausel nicht in dem Vertrag eingebunden worden ist, muss zusätzlich die beglaubigte Unterschrift der Grundbuchsklausel vorgenommen werden.

Das Eingentum der Immobilie wird auf den Käufer nur mit der Eintragung im Grundbuch übertragen. Diese Eintragung kann beim Notar der die Unterschift beglaubigt hat vorgenommen werden oder elektronisch mit einer elektronischen Unterschrift. Wenn die Eintragung im Grundbuch vollzogen ist, ist der eigentliche Verkauf abgeschlossen.

Obwohl oben angeführte Schritte kompliziert erscheinen mögen ist es in der Regel einfach Immobilien zu erwerben, besonders wenn zu den verschiedenen Schritten professionelle Hilfe eingeholt wird.