Die Grunddienstbarkeit im kroatischen Recht

Die Grunddienstbarkeit im kroatischen Recht

Im Hinblick darauf, dass die Republik Kroatien sich heutzutage nicht nur als touristisches Land sondern auch als Land für Investitionen in Immobilien positioniert hat, setzt sich dieser Artikel mit ein paar wichtigen Punkten über die Grunddienstbarkeit auseinander. Beim Erwerb einer Immobilie ist für den jeweiligen Käufer wichtig, dass er eine unbelastete Immobilie kauft bzw. dass, wenn er fremde Grundstücke überqueren muss um seine neue Immobilie zu erreichen, eine Grunddienstbarkeit dafür begründet ist.

Die Grunddienstbarkeit definiert, dass der jeweilige Eigentümer einer Immobilie die Immobilie eines anderen nutzen kann. Sie dient der besseren Nutzung des herrschenden Grundstücks. Die Grunddienstbarkeit wird begründet durch die Eintragung ins Grundbuch aufgrund eines privatrechtlichen Vertrags. Wenn das dienende Grundstück mehrere Miteigentümer hat, müssen alle ihre Bewilligung für die Eintragung des Wegerechts geben. Die Grunddienstbarkeit kann auch durch Ersitzung begründet werden. In diesem Fall erwirbt der Besitzer die Grunddienstbarkeit an der Immobilie, wenn er dieselbe zwanzig Jahre in Besitz hat und er sie gutgläubig besitzt. Er ist berechtigt einen Titel durch das Gericht zu erwirken, um die Grunddienstbarkeit ins Grundbuch einzutragen.

Wenn die Grunddienstbarkeit ins Grundbuch eingetragen ist, ist sie an das herrschende Grundstück gebunden und kann nicht aufgeteilt werden. Beim Verkauf geht sie auf den neuen Eigentümer über, d.h. sie bleibt von einem Eigentümerwechsel unberührt.

Häufig ist die Grunddienstbarkeit als Wegerecht an einer bestimmten Stelle des Grundstücks begründet. Um Streitigkeiten zu vermeiden ist es angeraten, den Inhalt des Vertrags möglichst genau zu formulieren. Dem Eigentümer des dienenden Grundstücks ist es verboten bestimmte Handlungen an dieser bestimmten Stelle vorzunehmen, damit der Eigentümer des herrschenden Grundstücks ungehindert über den Weg gehen bzw. fahren kann. Sollte der Eigentümer des dienenden Grundstücks oder ein Dritter das verhindern, so stehen dem Eigentümer des herrschenden Grundstücks Rechtsbehelfe zur Verfügung. Dem Eigentümer des dienenden Grundstücks kann vom Gericht angeordnet werden, bestimmte Handlungen zu unterlassen. Andererseits darf der Eigentümer des dienenden Grundstücks nicht unangemessen benachteiligt werden. Unter bestimmten Umständen kann die Grunddienstbarkeit auch auf seinen Antrag verlangt werden.

Die Grunddienstbarkeit kann durch eine Vereinbarung, den Beschluss des Gerichts oder durch die Verjährung beendet werden. Aufgrund einer Vereinbarung kann sie auch zu jeder Zeit aus dem Grundbuch gelöscht werden. Der Eigentümer des dienenden Grundstücks kann die Aufhebung durch das Gericht verlangen, wenn die Grunddienstbarkeit ihren Zweck verloren hat z.B. wenn ein alternativer, angemessener Weg zur Verfügung steht. Sollte die Grunddienstbarkeit zwanzig Jahre nicht ausgeübt worden sein, so ist sie verjährt.