Immobilienerwerb in Italien durch EU Bürger

Immobilienerwerb in Italien durch EU Bürger

Grundsätzlich kann in Italien ein jeder EU-Bürger eine Immobilie erwerben und ist den gleichen Beschränkungen etwa durch den Denkmalschutz unterworfen wie auch italienische Staatsbürger.

In Italien gibt es im ganzen Territorium den napoleonischen Grundkataster, der hauptsächlich Grundlage für die zu berechnenden Steuern wie Grundsteuer etc. ist, da der Käufer schon mit Unterschrift unter dem Kaufvertrag Eigentümer wird; im ehemaligen Herzogtum Görz und Tirol – also Südtirol Trentino sowie der Provinz Görz und Triest – darüberhinaus noch das theresianische Grundbuch mit der Wirkung, dass lediglich derjenige Eigentümer ist, der auch im Grundbuch eingetragen ist.

Üblich ist es vorab einen Vorvertrag zu unterfertigen, mit dem sich die Parteien binden einen zukünftigen Kaufvertrag abzuschließen. In diesem wird eine Anzahlung von normalerweise 10% vereinbart bei der es sich nicht um ein gewöhnliches Akonto handelt sondern um ein Angeld, d.h. schließt der Käufer in der Folge den Kaufvertrag unbegründet nicht ab, verfällt dieser Betrag. Bei unbegründetem Rücktritt durch den Verkäufer muss das Doppelte zurückgezahlt werden.

Dieser Vorvertrag unterliegt keinem Formzwang, außer er soll in den Grundkataster /-buch eingetragen werden, dann muss er bei einem Notar abgeschlossen werden.
Der Kaufvertrag selbst muss von einem Notar verfasst werden. Dem Notar obliegt es neutral den Kaufvertrag zu erstellen, er vertritt nicht spezifische Parteieninteressen. Spricht eine der Vertragsparteien nicht ausreichend italienisch, so sollte dieser Vertrag ins italienische übersetzt werden oder es wird eine in Italien ansässige Person, etwa ein italienisch sprechender Rechtsanwalt bevollmächtigt den Vertrag für diese Partei zu unterfertigen.

Die Steuern und Abgaben werden vom Katasterwert berechnet, das Honorar des Notars bzw. Maklers (üblicherweise 3%) vom Kaufpreis.